Aus eigener Feder - Gedichte und anderes

Hier dreht sich alles um die Literaturwelt
 

Aus eigener Feder - Gedichte und anderes

Beitragvon roboaki » Mo 4. Apr 2011, 20:15

Hallo Community,

Dieser Thread ist all denen gewidmet, die ihrer Passion, dem Schreiben, nachgehen.

Hier könnt ihr eure selbst geschriebenen Gedichte, Kurzgeschichten, Bücher, Zitate und Gedanken der Öffentlichkeit mitteilen.

Ich freue mich schon darauf, aus eurem schöpferischen Brunnen zu lesen.

Dieser Thread ist nicht nur gedacht, Lyrik niederzuschreiben, sondern auch dazu, anschließend darüber zu diskutieren.

Ich freue mich schon auf eure Teilnahme.

Gruß,
Robert

Stein des Anstoßes:
Inge
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Gedicht: Der Knabe

Beitragvon roboaki » Mo 4. Apr 2011, 20:19

Der Knabe

Er hängt am Ast so bleich und stumm
Vöglein zwitschern rundherum
Die Amsel pfeift sein Totenlied
Besingt das Leid das keiner sieht

Gebrochen war des Knaben Mut
In Liebesleid versank die Glut
Der ersten Trennung grausger Schmerz
Zerbrach des zarten Jungen Herz

Ringsherum herrscht Frühlingswonne
Den kalten Körper wärmt die Sonne
Er sieht das Neu - Erwachen nicht
Gebrochen ist sein Augenlicht

Im frischen Hauch des Morgenwind´
Baumelt hin und her das Kind
Das voll Vertrauen sah die Welt
Der junge Baum….......er ist gefällt

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Frauen lasst uns Eier suchen!

Beitragvon roboaki » Sa 9. Apr 2011, 07:47

Frauen lasst uns Eier suchen!

Kommet laufet schnell herbei
lasst suchen uns ein Osterei
die Überraschung in Verstecken
wollen wir doch gern entdecken

Ob grün ob rot ob weiß ob blau
erfreuen soll es jede Frau
auch wenn sie nicht zum essen sind
lass uns sie finden ganz geschwind


ein "Paar" davon das ist gewiss
die haben ganz nen andren Biss
denn solcher Eier gibt` s nur zwei
so viel zu Haas und Osterei!*

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Re: Aus eigener Feder - Gedichte und anderes

Beitragvon roboaki » Do 28. Apr 2011, 23:45

O.K., ich habe es kapiert, Ostern und Tod sind nicht unbedingt Euere Lieblingsthemen.

Naja, ich denke, wir finden schon noch Gemeinsamkeiten.

Wie wäre es denn hiermit?

Begierde

Erobert von der Mannes Kraft
Trink gierig ich den Liebessaft
Der sich ausstürzt tief in mir
Genieße hungrig jetzt und hier
Nicht um zu Zeugen neues Leben
Ganz einfach der Begierde wegen


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Re: Aus eigener Feder - Gedichte und anderes

Beitragvon leseratte » Fr 29. Apr 2011, 20:16

:oops: Pfui,sowas in einem ehrbaren Forum :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:


Dat was niet slecht, wordt het nog beter ? ;)
"Verschwende alles ausser Zeit , Zeit ist das was wir am wenigsten haben"
TAUSCHEN??? Dann hier : http://www.swapy.de/community/leseratte ... -1125.html
Forum für alles "andere" : http://www.sichtungen-ufo.de/index.php
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Re: Aus eigener Feder - Gedichte und anderes

Beitragvon roboaki » Sa 30. Apr 2011, 19:25

leseratte hat geschrieben::oops: Pfui,sowas in einem ehrbaren Forum :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:
Dat was niet slecht, wordt het nog beter ? ;)


Wer das zu hart findet, soll dafür sorgen, dass Inge hier drin gelöscht wird :lol:

UUUPPs, das geht ja gar nicht :mrgreen:

Komt erop aan, mhmhmhm....naja....hangt ervan af wat je zo wilt.:-) Laat maar eens horen *
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Re: Aus eigener Feder - Gedichte und anderes

Beitragvon Lepidoptera » Do 12. Apr 2012, 18:45

*reinschleich und schüchtern umschau*

Hallöchen..

Ich weiß nicht, ob das hier gewünscht ist, aber ich schreibe in meiner Freizeit gerne mal Fantasy-Kurzgeschichten für meine LARP-Charaktere.
Also falls es jemanden interessieren sollte, solche zu lesen, schaut mal unter schwarzchaos.wordpress.com/prosa/ vorbei. (Ich befürchte, die Texte sind zu lang, um sie in einem Forumspost zu schreiben)

Freue mich über jeden Kommentar dazu. Will schließlich auch nur besser werden. :)
Lepi bloggt über LARP, Kostüme und ihr kleines Chaos (schwarzchaos.wordpress.com).
Schaue doch mal in ihren Katalog! :)
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Re: Aus eigener Feder - Gedichte und anderes

Beitragvon Lepidoptera » Di 17. Apr 2012, 19:13

Kurzgeschichte: Die Bestie
(Achtung, etwas...gröber geschrieben. Wenn es zu heftig ist, nehmt es wieder raus! :))

"Dort stand sie, direkt vor mir. Und blickte mich an.
Eben noch hatte sie sich über den leblosen Leichnam meiner Frau gekrümmt, schmatzende und schlürfende Geräusche von sich gegeben, und nun starrte sie mich an. Durchdringend ihre Augen, scharfsinniger als die eines Tieres sein sollten.
Die Schnauze öffnete sich zu einem bedrohlichen Knurren, Blut und Geifer troff heraus und verteilten sich in dem dunkelbraunen Pelz.
Die Zähne gebleckt machte sie einen Schritt auf mich zu.

Ich war noch immer erstarrt von dem Anblick meiner Frau – mein einst geliebtes Weib, dass sich jahrelang um den Hof und die Tiere, vor allem aber um mich gekümmert hatte. Das ich hinter ihrem Rücken betrogen hatte. Nun waren ihre Augen gebrochen und schienen mich vorwurfsvoll anzustarren, aus dem zerfetzten Gesicht, an dem das Blut herab lief.

„Renn', du elender Tor!“, dachte ich, doch meine Glieder wollten mir nicht mehr gehorchen.
Das aufrecht gehende Tier machte erneut einen Schritt auf mich zu, musterte mich. Halt – es musterte mich?! Es war nur ein Tier - zumindest sollte es das sein!
Es hob seine klauenbewehrte Pranke und die Sehnen und Muskeln unter dem Fell spannten sich, es beugte sich leicht vor und erneut war dieses tiefe Knurren, das wie nahendes Donnergrollen klang, zu vernehmen.
Nein, dies war kein Tier. Nur langsam sickerte diese Erkenntnis in meinen vor Furcht gelähmten Geist. Es war eine Bestie. Gesendet vom Teufel höchstselbst, um mich für meine Vergehen zu bestrafen und zu sich zu holen.

Die Bestie setzte zum Sprung an und ich stieß einen heiseren Schrei aus, der die Lähmung brach und mich endlich auf dem Absatz kehrt machen ließ. Endlich konnte ich mich von dem Anblick losreißen und rennen. Weg aus dem finsteren Nadelwald, durch das Unterholz, dass mir die Beinlinge aufriss und die dünne Haut darunter verletzte.
Hinter mir hörte ich das Stampfen der krallenbewehrten Pranken, das Brechen von Ästen und das leise Hecheln, das die erregte Kreatur ausstieß.

Laufen, nur laufen, aus mehr bestanden meine Gedanken, mein sein, nicht mehr.
Meine Lunge und meine Muskeln brannten, meine Augen tränten vor Anstrengung, und doch konnte ich nur vorwärts.

Endlich, Licht!
Der Wald lichtete sich, die Bäume wichen einer offenen Wiese und gaben den sternenklaren Himmel frei. Schnell wurde mir jedoch klar, dass dies als Nachteil für mich gereichte.
Die Bestie – mittlerweile auf allen Vieren – konnte nun schneller laufen und musste den Bäumen und dem Buschwerk nicht mehr ausweichen.
Ich konnte ihren heißen Atem schon regelrecht im Nacken spüren, jedoch spornte mich das nur noch mehr an.

Am Feld unseres Hofes vorbei, über die niedrige Umzäunung des Hofgebäudes und zu den Stallungen. Hier lagen noch immer die Kadaver eines toten Pferdes und zweier gerissener Schafe, wegen der wir erst in den Wald waren, um den vermeintlichen Wolf zu verjagen. Mit Fackeln und einer Bärenfalle sind mein Weib und ich ausgezogen.
Nun war sie tot und die Bärenfalle ohnehin nutzlos, bei der Größe der Bestie. Die Fackeln waren erloschen, als sie auf den feuchten Waldboden fielen.
Nur ein kleines Messer steckte noch in meinem Gürtel – keine ernsthafte Waffe in den Händen eines Ungeübten.

Diese und noch so viele Gedanken mehr jagten mir durch den Kopf, als ich schließlich das Haupthaus erreichte und mich mit der Schulter gegen die Eingangstür warf. Sie war nur aus dünnem Holz gefertigt, trocken und alt, und brach sofort.

Allerdings hatte ich meine Kraft unterschätzt und stolperte nun unkontrolliert in den Wohnbereich und über die Überreste der Tür.
Noch bevor ich richtig auf den Boden aufschlug war die Bestie über mir.
Giftiger, heißer Atem strich über mein Gesicht und blutiger Speichel rann in meine Kleidung.

So sollte es nun also enden.
Der flache, tierische Schädel beugte sich langsam über mich, die Augen glitzerten triumphal und wirkten verwirrend menschlich.
Nein, dies war kein Tier. Das war ein Mensch im Wolfspelz. Ob der Teufel so die Sünder bestrafte?
Mir blieb nicht mehr genug Zeit, um meine Gedanken zu einem richtigen Ende zu bringen.
Der lang gezogene Kiefer der Kreatur klappte auseinander und mit einem boshaften Bellen gruben sich die Zähne in mein Gesicht.

Zumindest musste ich nicht lange leiden, bevor Er mich zu sich holte.
"

Copywright by Lepi, 17.04.1012 <3
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